Unsere Geschichte

Vom Bauernhof zum Weingut

1947
Opa Kurts Gemischtbetrieb mit lebendiger Pferdekraft

Opa Kurt war erst 16, als er den Oberhauser Hof seines im II. Weltkrieg gefallenen Vaters übernahm. Der Gemischtbetrieb mit Ackerbau, Weinbau und Viehzucht hatte damals 26 Kühe, Bullen und Kälber, mehrere Schweine, Stallhasen und Hühner. In den Weinbergen wuchsen zum größten Teil Müller-Thurgau, aber auch Portugieser und Scheurebe – und zwar ausschließlich für den Eigenverbrauch und die Genossenschaft.

1973
Werners Ausbau des Weinbaubetriebs

Als Papa Werner 1973 seine Ausbildung zum Winzer begann, wurde die Maische noch mit einer frisch geschrubbten Handkelter abgepresst. Der ganze Wein lag damals in einem einzigen Holzfass im Keller – er war schließlich nur für den Eigenverbrauch vorgesehen. Aber das sollte sich ändern: Das Ziel war, dass Werner eines Tages den Hof der Eltern übernehmen und langsam zu einem Weingut ausbauen würde. Als Werner 1981 die ausgebildete Krankenschwester Pia heiratete – und auch schon die erste von vier Töchtern unterwegs war – war er bereits mit dem Ausbau des Weinbaubetriebes beschäftigt. Aus finanziellen Gründen mussten auch Ackerbau und Viehzucht weiterhin betrieben werden, aber der Fassweinverkauf startete nach und nach, und in der Scheune wurde ein Weinkeller eingerichtet. Den Anfang machten sieben Holzfässer mit rund 25.000 l Wein.

1991
Das neue Ziel: Flaschenwein

Die Erweiterung der Weinbergsflächen schritt voran – und mit ihr kam 1985 die Entscheidung, den Betrieb zukünftig auf Flaschenweinverkauf auszurichten. Als Pia im Jahr 1990 nicht nur einen sondern gleich zwei heißersehnte Söhne gebar, war das Geld knapp – aber Werners Chancen auf einen Nachfolger für seinen Betrieb verdoppelten sich.

1991 wurde der erste Flaschenwein abgefüllt: eine Kerner Spätlese, die Oma Ruth in ihrem Kellerraum verkaufte. Im Herbst zog der Verkauf auf die Straße: mit einem Stand, an dem auch Kartoffeln, Äpfel, Trauben und Nüsse angeboten wurden. Das Geschäft lief an, und 1993 gab es die erste Kammerpreismünze. Neben den Weinen wurden zu dieser Zeit nur noch Kartoffeln angebaut – bis ihr Lagerkeller zu einem Weinprobierkeller umgebaut wurde.

2009
Tobis Weg zum Weinbautechniker

2009 entschied sich Tobi für eine Ausbildung zum Winzer und dafür den elterlichen Betrieb weiterzuführen. Seine Leidenschaft für den Wein war geweckt. Nach seiner Lehre in zwei renommierten Pfälzer Weingütern und der anschließenden Weiterbildung zum Techniker für Weinbau und Önologie, ist er seit 2014 für den Ausbau der Weine im Keller verantwortlich. Mut für Neues und die ständige Steigerung der Qualität unserer Weine liegt uns besonders am Herzen.